Bahn kaputt
Am 01.09.2026 bin ich zum ersten Mal seit langem wieder mit der Bahn gefahren. Leipzig – Berlin, drei Stunden. Ich habe in dieser Zeit folgende Begründungen gehört. Zu spät gekommenes Personal. Nicht ausreichende Gleise (sic). Reparatur einer Weiche. Technische Störung. Personen im Gleis (im Bahnhof Berlin-Südkreuz) und überbelegter Bahnhof, wobei die deutschen Bahnhöfe, was die Zugsequenz angeht, doch eigentlich nur noch wie verschlafende Provinzbahnhöfe wirken. Der Zug kam mit zehn Minuten Verspätung in Leipzig an, wo sämtliche weiteren Schnellzüge als verspätet angezeigt wurden, stand dort weitere 20 Minuten, weil einige Türen nicht richtig schlossen, und dann deswegen weitere 20 Minuten in Bitterfeld und so weiter. Dabei handelte es sich bei diesem Zug bereits um einen Ersatzzug, wie mitgeteilt wurde, weil deshalb alle Reservierungen hinfällig waren (immerhin war die Wagenreihung nicht geändert und bei dem nachfolgendem Zug, auf den ich eigentlich gebucht war, ist es noch schlimmer geworden). Währenddessen war an diesem, einem der wiederholt letzten Sommertage, die Klimaanlage defekt und es war stickend schwül in den Waggons. Das schönste war dann, den Zug hundert Meter vor dem Bahnhof Berlin-Südkreuz eine weitere Viertelstunde, und dann noch einmal in dem Tunnel hundert Meter vor dem Hauptbahnhof eine weitere Viertelstunde warten zu lassen. Das erinnert an die Regierung Merz. Und auch wenn viele andere noch ganz anders erleben, gerade weil ich so selten fahre erschüttert es mich, wenn dennoch jedes Mal so etwas passiert und also bei der Deutsche Bahn seit Jahren nichts mehr funktioniert, obwohl Milliarden aus Schulden hinein gepumpt werden, und doch eigentlich nur der Wohlstand der Politiker zu funktionieren scheint, die auf Grund einer (Wahl-) Quotenregelung an der Spitze sitzen. Als würde man diese Systeme für den Pöbel nur noch als Vorwand für das Jetset Leben der politischen Klasse zum Anschein aufrecht erhalten, da es keinerlei Verantwortung mehr gibt. Mit dem Denkgesetz, wer dagegen ist, genauer wer eine Verbesserung für alle Menschen will, gehört nicht dazu. Das, was Frau Baerbock die young global Leaders dieser Uber-Menschen aus ihrer Erfahrung lehren wird. Als wüssten sie, so wie es keine Postämter und keine Telefonzellen mehr gibt, werde es bald keine Menschen mehr geben, die eine Wahl haben, und sie müssten nur für eine Übergangszeit noch in dem Glauben gelassen werden, damit sie mitwirken.