richtig sprechen
Englisch wird in Deutschland als reine Sprache empfunden, weshalb inzwischen jede Werbung in Deutschland englisch zu sprechen versucht. Die Tiefe zeigt sich bei der Verwendung deutscher Namen aus dem angelsächsischen Sprachraum in Deutschland, die nicht deutsch ausgesprochen werden können. Zuckerberg wird Sackerbörg gesprochen. Mandelso(h)n wird Mändelßonn gesprochen. Don’t mention the war. Und wenn ich im Vorüberfahren die Berlinale sehe, könnte ich denken, es handele sich um eine englische Veranstaltung („German Films at Berlinale“), aber ich denke vor mich hin, die Kulturschaffenden wollen doch nicht englisch oder amerikanisch sein, was sie scheinbar paradox hassen zu müssen glauben, zugleich an der Kehle und zu Füßen, sondern Englisch ist für sie die Sprache eines übergeordneten Raumes der Utopie, eine himmlische Sprache. Eine Sprache, die scheinbar jedem Sprechenden seine Sehnsucht erfüllt. Wie sonst könnte ich meine Rührung verstehen, wenn im Radio ein Volksmusiker Klopf, klopf, klopfend an Himmels Tür singt, oder eine andere Totmetall Schmonzette. Das würde mir die Einfältigkeit deutscher Filme erklären. In deutscher Sprache etwas wirklich zu sagen, würde so schmerzen, wie den Blick vom smartfone zu heben. Es wäre so mühsam, wie in graues kaltes Regenwetter zu gehen. Ich kann das Gefühl nicht ertragen.
Anfang Februar 2026 beschließt die Koalition der Parteien gegen die Republik, die Menschen in Deutschland müssten nicht nur unter Zwang eine Abgabe für staatliche Medien und durch ihre Steuerlast für staatlich geförderte Filme (Filmförderung) zahlen, die sie nicht sehen und hören wollen, sondern eine solche Abgabe nun auch für die Nutzung ausländischer Streamingangebote zahlen, zu denen sie vor der deutschen Staatskultur geflüchtet sind, damit noch mehr von den Filmen produziert werden, die sie nicht sehen wollen, und von den Streamingdiensten ihnen zwangsweise angeboten werden müssen, obwohl sie dort zahlen, um diese nicht sehen zu müssen. Zeit
Das ist eine indirekte Erhöhung des Zwangsbeitrages für staatliche Medien und wirkt wie eine Steuer auf die Flucht aus dem Reich der Träume. Auch wenn die Richter des Bundesverfassungsgerichts nicht in der Lage wären, das zu begreifen.
Ich habe neulich jemanden von einem Film über einen Waldbrand erzählt und wie die Menschen in einem kleinen Ort in den Wäldern nicht mehr flüchten konnten, weil die Straßen in alle Richtungen blockiert waren, und sich daher auf einer Kreuzung unter Decken auf den Boden gelegt haben, und mir kamen plötzlich die Tränen, was ich nicht verstanden habe. Später habe ich den Film noch einmal angesehen und ein Detail kam mir wieder in die Erinnerung. In der Nähe waren im Boden Propantanks vergraben, die mit dem Näherrücken des Feuers begannen zu explodieren und jemand sagte, es habe sich angefühlt, wie es wohl in einem Krieg sein müsse, dessen Geräusch das innerste erschüttert, während Handfilme von Menschen unter ihren Decken zu sehen waren, über die der Sturm des Feuers braust und die Explosionen zu hören sind und sich in der letzten Minute des Lebens wähnen, in dem ausweglosen Bewusstsein, selbst durch ihr Opfer ihr Kind nicht mehr schützen zu können.