Mitgefühl
Herr Evers berichtet von dem Leid, das er als Homosexueller erfahre. Aber mal ehrlich, wann ist der Finanzsenator von Berlin zuletzt Händchen haltend U-Bahn gefahren, statt im schwarzen BMW G70 mit Begleitschutz? Das erinnert ein wenig an Frau Göring-Eckardt, die erzählte, sie sei beim Joggen angespuckt worden, weil sie eine Frau ist, auf Nachfrage aber nicht sagen kann, wann und wo das geschehen sein soll, was der Glaubhaftigkeit ihrer Geschichte ihrer Meinung nach aber keinen Abbruch tue. Denn so etwas denke man sich nicht aus. War es nicht das, was Herrn Wegner zum Verhängnis wurde, die Gewohnheit, als Politiker ungeprüft jegliche Geschichte für das Gefühl der Öffentlichkeit erzählen zu können.
Unangenehm würde es, dieses weinerliche Selbstmitleid in Bezug zu setzen zu einem Menschen, dessen Kind von einem afghanischen oder syrischen Migranten erstochen worden ist.