Querdenker-Mord

22. September 2021

Pünktlich eine Woche vor der Bundestagswahl 2021 ereignet sich ein Querdenker-Mord. Das folgt aus der Wahl einer Opposition. Nüchtern betrachtet folgt daraus, die freien Wähler und die basis werden, sobald sie Wirkung zu zeigen beginnen, ebenso behandelt wie die AfD. Die freien Wähler und die basis sind nicht Ausdruck der Möglichkeit einer wirksamen Opposition, sondern ihrer Verhinderung. Was mir dieses Ereignis also vor Augen führt, ist die Bedeutung dieser Wahl für die demokratischen Grundordnung. 

Wobei ich mich frage, wie in Deutschland eine Person im Besitz einer Schusswaffe sein kann, die auf einen übergeschwappten Kaffee mit der Ermordung des Kellners reagiert, auch wenn das in einem amerikanischen Film vorstellbar sein mag. Rational betrachtet (ökonomisch) ist der Besitz einer Schusswaffe in Deutschland ein rares Gut. Die Erklärung der politisch an diesem Ereignis interessierten Personen ist, es handele sich (tatsächlich) nicht lediglich um einen verschütteten Kaffee, sondern um die Umsetzung eines indirekten Zwang der Regierung durch einen Ladenangestellten gegen einen anderen Menschen, der statt mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen die Regierung mit unfassbar roher Gewalt gegen diesen Ladenangestellten reagiert habe. 

Laut Pressemeldungen vom 27.09.2021 dauern die Ermittlungen zur Herkunft der Tatwaffe noch an. Tragfähige Erkenntnisse gebe es dazu noch nicht. Zeit

Was bei einem angeblich voll geständigen Täter etwas merkwürdig erscheint. 

Beginnend ab einem Tag nach der Wahl wird über den Fall nicht weiter objektiv berichtet, nur noch Hetze durch die Tagesschau verbreitet (ohne Angaben zur Herkunft der Waffe). 

Aber die Welt berichtet am 03.10.2021 (Seite 16) über Herrn Tobias Rathjen, der in Hanau am 19.02.2020 (kurz vor das Landtagswahl in Hamburg), neun Menschen mit einer Schusswaffe getötet hatte, dieser habe über drei Waffenbesitz-Karten für zum Teil mehrere Schusswaffen verfügt, obwohl er bei einem Schießkurs eines privaten Anbieters in der Slowakei im Juli 2019 von dem Ausbilder noch auf dem Parkplatz (vor Beginn) von dem Kurs ausgeschlossen und lebenslang gesperrt worden sei und über fünfzehn Mal in polizeilichen und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Erscheinung getreten war. Auch die routinemäßige Anfrage an den Verfassungsschutz bei Beantragung eines Waffenscheins sei in die Leere gegangen, weil Herr Rathjen laut dem nach der Tat erstellten Gutachten des Zentralen Psychologischen Dienstes der Polizeiakademie Hessen zwar einen nationalsozialistischen Sprachgebrauch zeigte, dies aber Teil seiner psychischen Störung im Bereich der Schizophrenie, spezifischer der paranoiden Schizophrenie war, weshalb auch seine Selbstanzeige an den Generalbundesanwalt kurz vor der Tat nicht zu einem Entzug der in seinem Besitz befindlichen Schusswaffen führte. Er wurde nicht als extremistisch erfasst, sondern galt bloß als verrückt. 

Wobei ich mich frage, wodurch diese verrückten Waffenbesitzer zufällig kurz vor Wahlen ausgelöst werden. Wie am 09.10.2019 kurz vor der Landtagswahl in Thüringen (in Halle). Wie am 19.02.2020 kurz vor der Landtagswahl in Hamburg (in Hanau). Wie am 21.09.2021 kurz vor der Bundestagswahl (in Idar Oberstein). Sind das bestimmte Berichte in den Medien oder gezielt öffentlich an solche Leute gerichtete Beleidigungen?

Am 15.10.2021 erklärt die Regierung, Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte dürften nicht geimpfte Menschen nun aussperren, was hoffentlich nicht passiere, auch wenn die Regierung sie dann von Maskenpflicht und Abstandsgebot befreit. Ein Rechtsmittel gibt es nicht, weil kein dagegen.